Projektzeitung Nr. 21 zur MSC 2026

Liebe Freundinnen und Freunde des Friedens,
die neue Ausgabe unserer Projektzeitung wurde wieder pünktlich zur Münchner Sicherheitskonferenz fertig. Die letzten Monate waren politisch sehr turbulent. Es war herausfordernd, die letzten geopolitischen Entwicklungen zu berücksichtigen. Wir sind sicher, dass es uns wieder gelungen ist, eine spannende und informative Projektzeitung zu veröffentlichen. Hier ein kleiner Vorgeschmack:

„… was sind das für verrückte Zeiten, in denen menschliche Sicherheit mehrheitlich nur noch in Stärke, Macht, Überlegenheit bei Waffen und im gefährlichen Droh– und Abschreckungspotenzial gesehen wird? Ist das Konzept der „gemeinsamen Sicherheit“ miteinander, statt gegeneinander (Olof Palme), völlig der Kriegslogik geopfert worden? Neben dem Leitartikel (→ S. 1), der sich für eine internationale Friedensbewegung ausspricht, wird auch in den anderen Beiträgen aufgezeigt, wie gefährlich die militärische Eskalation in Europa und USA (→ S. 7), aber auch in Gaza (→ S. 5) ist. Hat in dieser geradezu hysterischen Atmosphäre des Waffenrausches, wo viele Länder ihre Rüstungsausgaben nahezu verdoppeln, eine Stimme, die zur „Gewaltfreiheit“ aufruft (→ S. 11), überhaupt noch eine Chance, gehört zu werden? Müssten wir nicht alle friedenstüchtig werden, statt kriegstüchtig , um die existenziellen Probleme der Menschen gemeinsam zu bewältigen? Fabian Scheidler zeigt diese Dringlichkeit in seinem Buch „Friedenstüchtig“ (→ S. 15) auf und deshalb müsste es vor allem schon in den Schulen besprochen werden, statt die Bundeswehr in den Unterricht zu holen (→ S. 6). Dabei könnte auch analysiert werden, wie sehr unsere sogenannte „regelbasierte Ordnung des Westens“ (→ S. 13) auf Lügen und Doppelmoral aufgebaut ist. Es bleibt zu hoffen, dass die Friedensbewegung wieder erstarkt, um gegen neue Mittelstreckenwaffen (→ S. 14) und die Militarisierung auch der Zivilgesellschaft aufzustehen. Sind Sie dabei? Ihre Meinung dazu ist uns wichtig!“

Lassen Sie sich diese Ausgabe auf keinen Fall entgehen!

Hier gelangen Sie direkt zur Projektzeitung:

… und hier geht es zur englischen Fassung

Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldungen zu unserer neuen Projektzeitung.

 

Unser Munich Peace Meeting 2025

Das 7. Munich Peace Meeting (MPM), initiiert und organisiert von MSKv, hat am 29.09. und 21.10.2025 stattgefunden. Die Teilnehmer:innen aus den Bereichen Friedenswissenschaft, Friedensbewegung und Friedensarbeit haben sich mit Dr. Benedikt Franke und weiteren Vertreter:innen der MSC zu aktuellen sicherheits- und friedenspolitischen Herausforderungen ausgetauscht.

Gemeinsam wurden konkrete Vorschläge für die Sicherheitskonferenz 2026 erarbeitet. Wir sind sehr gespannt, welche Aktivitäten MSC daraus ableiten wird.

Einen kurzen Bericht zum Munich Peace Meeting 2025 finden Sie hier: MPM 2025

Ankündigung Vortrag in den Friedenswochen: „Kriegsgefahr für die EU und Deutschland?“

Ankündigung: Vortrag in den Friedenswochen München
Wo:      EineWeltHaus, Raum 211/212
Wann: Montag, 17.11.2025, 19.00 Uhr
Wer:    Erwin Schelbert, Projektgruppe „Münchner Sicherheitskonferenz verändern“ e.V.

Thema: „Kriegsgefahr für die EU und Deutschland?“

Alles nur Bedrohungslüge oder gefährliche Eskalation durch Russland?

Sind deshalb immer mehr Aufrüstung und neue Wehrpflicht unumgänglich?

Dreieinhalb Jahre Krieg in der Ukraine und Russland mit gesteigerten Waffenlieferungen durch USA und EU-Länder, allen voran Deutschland, Militärmanöver der NATO und Russlands, Drohnenlandungen in Polen und Litauen, Diskussion über Stationierungen von Truppen in der Ukraine aus NATO-Ländern bis hin zu Drohungen mit dem Einsatz von Atomwaffen, massive Aufrüstung der EU („Rearm Europe“), gigantische Militarisierung in Deutschland („Kriegstüchtig“, „Whatever it takes“), Stationierung neuer Mittelstreckenwaffen und Planung der Wiedereinführung der Wehrpflicht – auf welcher Stufe der Konflikteskalationspirale (Friedrich Glasl) befinden wir uns schon, dass tatsächlich Kriegsgefahr besteht und deshalb Schutzräume gebaut werden müssen und Essensvorräte angelegt werden sollen („Prepper“, Grünbuch)? Und wer bedroht hier eigentlich wen? Gibt es da überhaupt noch eine Chance, zu einer Friedensordnung in Europa zu kommen und was müsste vom Friedensnobelpreisträger EU (2012) und von Deutschland dazu unternommen werden?

Diese und weitergehende Fragen sollen anhand der realistischen Faktenlage geklärt und diskutiert werden, wobei auch eingefordert wird, dass die Münchner Sicherheitskonferenz, wenn es ihr wirklich um den Frieden in der Welt geht, dafür ein Gesprächsforum bereitstellt, auf dem auch unterschiedliche Stimmen aus Ost und West zu Wort kommen können.

Den Flyer zur Veranstaltung finden Sie hier 

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